Es geht um Milliarden und Sex, um Betrug und Macht und Manipulation. Und es geht um einen Namen, der immer noch für Deutschland steht: VW – die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, das einst mit dem Käfer den Mythos vom Wirtschaftswunderland Bundesrepublik schuf. Die Prozesse in der VW-Affäre rücken zwei Männer ins Rampenlicht, deren zentrale Rolle im Konzern außer Frage stand. Der eine: Ferdinand Piech, Techniker und menschenscheuer Milliardenerbe. Er ist und war die treibende Kraft bei VW. Ohne ihn geht nichts. Piech verwirklicht derzeit einen alten Traum der Familie Porsche: Der Enkel des VW-Gründers Ferdinand Porsche führt Porsche und VW wieder zusammen. Der andere: Klaus Volkert, gelernter Schmied und über Jahre Betriebsratsvorsitzender des größten Autokonzerns Europas, vor Jahren einer der mächtigsten Männer der Gewerkschaft IG Metall. Er setzte in den neunziger Jahren die 28-Stunden-Woche bei VW durch und rettete 30.000 Arbeitsplätze. Der IG-Metall Gewerkschafter saß jahrelang im Aufsichtsrat von VW, wurde hofiert von Politikern und Managern. Klaus Volkert sah sich immer auf Augenhöhe mit den Mächtigen.
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26
2010
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VW: Die Macht, die Gier und der Größenwahn
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